Die Führungskräfte der Feuerwehren Hemmingen, Gehrden und Empelde informieren sich im Gerätehaus Empelde über Wärmebildkameras (WBK). Am darauf folgenden Tag konnten sich auch die aktiven Kameraden der FFw Empelde über die Vorteile einer solchen Kamera überzeugen.
Was sind Wärmebildkameras und wozu braucht die Feuerwehr diese?
Wärmebildkameras sind Geräte, die ähnlich einer herkömmlichen Kamera Bilder erzeugen kann. Diese Kamera arbeitet jedoch mit Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung). Die WBK empfängt die Wärmestrahlung und wandelt diese in ein Graustufenbild um. Anschließend kann diese Bild, je nach Einstellung, eingefärbt werden, um Temperaturunterschiede besser erkennen zu können.
Wärmebildkameras können bei der Feuerwehr vielseitig eingesetzt werden. So können nicht nur Glutnester aufgespürt werden, sonder auch Personen in verrauchten Räumen gesucht, schneller gefunden werden. Die Kamera kann sozusagen durch den Rauch schauen. Die Zeit bis zum Auffinden der Personen kann sich somit um bis zu 75% reduzieren.
Auch bei Verkehrsunfällen kann die Kamera zum Einsatz kommen. So können Personen, die aus dem Fahrzeug geschleudert wurden, geortet werden. Auch kann überprüft werden, wie viele Personen im Auto saßen. Denn dort, wo eine Person saß, ist der Autositz noch längere Zeit warm.
Auch bei Tank- oder Kesselwagen kann eine WBK, z.B. zur Füllstandskontrolle eingesetzt werden. Außerdem können Ölverschmutzungen auf Gewässern aufgespürt werden.
Nur durch Glasscheiben und Wasseroberflächen kann die Wärmebildkamera nicht schauen, denn dort wird die Infrarotstrahlung reflektiert.
Am Freitag den 29.01.2010 informierten sich die Führungskräfte der FFw Empelde über Wärmebildkameras. Auch die Führungskräfte der Feuerwehren aus Gehrden und Hemmingen nutzten diese Veranstaltung. Dabei wurden drei verschiedene Modelle von verschiedenen Herstellern vorgeführt. Die drei Kameras aus verschiedenen Preisklassen konnten dabei genau unter die Lupe genommen und getestet werden. Dabei wurden auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die Vorteile und Grenzen der Geräte und der Umgang mit der WBK vorgeführt.
Am Samstag dann konnten sich auch die aktiven Kameraden, allen voran die AGT-Träger, von den Einsatzmöglichkeiten überzeugen. Bei einem kurzfristig angesetzten Übungsdienst in der feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ronnenberg, für den die drei Kameras ausgeliehen werden konnten, wurde nicht nur der Einsatz der WBK getestet, sondern auch das Vorgehen bei AGT-Unfällen geübt.
Begonnen wurde mit einem theoretischen Unterricht, bei dem vor allem auf Atemschutz-Unfälle und das suchen von Personen eingegangen wurde. Dabei wurde auch eine kurze Einweisung in die WBK und deren Umgang gegeben. Anschließend wurde dann auf der alten AGT-Übungsstrecke der FTZ praktisch geübt. Vermisste Opfer mussten aus einem verqualmten Raum gerettet werden. Dabei zeigte sich auch wieder der Vorteil der WBK, die den Trupps die Arbeit stark erleichterte. So wurden die Übungsopfer von den Trupps mit WBK weitaus schneller gefunden und gerettet als von den Trupps ohne Kamera. Auch konnten sich die Einsatzkräfte weitaus sicherer und besser in den verrauchten Räumen bewegen, da sie mit der Kamera sozusagen durch den Rauch schauen konnten.
Hier einige Bilder von Übung.
Neuster Bericht
Gasbrandübung in Langenhagen
Nach 2007 ergab sich durch Mithilfe der GHG-Empelde mal wieder die Gelegenheit zur Gasbrand-Übungsanlage nach Langenhagen zu fahren. 16 Kameraden aus Empelde und Benthe nahmen die Gelegenheit war.